Die Statistik zu Schulabschlüssen gehört zu den zentralen Indikatoren für Bildungserfolg, Arbeitsmarktchancen und gesellschaftliche Entwicklung. Für das Jahr 2024 zeigen amtliche Daten aus Deutschland verschiedene Trends – von der Zahl der Studienberechtigten über Ausbildungswege bis zu Schulabbrechern.
1. Studienberechtigte (Abitur/Fachhochschulreife) 2024
- Im Jahr 2024 erwarben in Deutschland rund 373 000 Schülerinnen und Schüler eine Studienberechtigung – also das Abitur oder die fachgebundene Fachhochschulreife.
- Damit sank die Zahl der Studienberechtigten im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,7 % (ca. –6 500).
- Die Rückgänge betrafen fast alle Bundesländer; nur in Bremen, Mecklenburg‑Vorpommern und Hessen gab es leichte Zuwächse. (Presseportal)
Bedeutung: Trotz steigender Gesamtbevölkerung vor allem durch Zuwanderung wurde 2024 nicht mehr Abitur gemacht als zuvor – ein möglicher Hinweis auf strukturelle Entwicklungen im Bildungssystem. (Presseportal)
2. Schulabgänge insgesamt
Statistiken zur Zahl der Schulabgänger vom Statistischen Bundesamt (Destatis) zeigen, dass jährlich rund 780 000 Jugendlichen die allgemeinbildenden Schulen verlassen. Laut Vorausberechnungen der Kultusministerkonferenz (KMK) ist diese Zahl 2024 leicht gestiegen – im Vergleich etwa +1 % gegenüber 2023. (Statistik der Bundesagentur für Arbeit)
Dabei sind laut KMK‑Berechnungen vor allem Schulabgänger ohne Hochschulreife stärker vertreten als in vergangenen Jahren, während die Anzahl mit Studienberechtigung stabil oder leicht rückläufig ist. (Statistik der Bundesagentur für Arbeit)
3. Schulabbrecher / Kein Abschluss
Ein kritischer Bereich der Statistik betrifft Jugendliche, die die Schule ohne Abschluss verlassen:
- Daten zeigen, dass der Anteil der Schulabgänger ohne jeden Abschluss in den letzten Jahren tendenziell wieder gestiegen ist und 2023/2024 bei etwa 7,8 % lag – also höhere Zahlen als noch vor zehn Jahren. (DIE ZEIT)
Das bedeutet: Trotz eines insgesamt gut ausgebauten Schulsystems schaffen weiterhin viele Jugendliche nicht den Erwerb eines mindestens einfachen Schulabschlusses.
4. Qualifikationsniveau der Bevölkerung (EU‑Kontext)
Betrachtet man die Bildungsabschlüsse breiter:
- Nach Eurostat‑Daten aus 2024 lag der Anteil der 25‑ bis 34‑Jährigen in Deutschland, deren höchster Bildungsabschluss nur die niedrigste Sekundarstufe ist (vergleichbar mit einem sehr einfachen Schulabschluss), bei etwa 15,5 %.
- Im Alter 25–64 lag dieser Anteil bei etwa 15,9 % – ein Hinweis darauf, dass ein vergleichsweise hoher Anteil der Bevölkerung über keine weiterführenden Schul‑ oder Berufsqualifikation verfügt. (Trading Economics)
5. Bildungsstand junger Erwachsener
Parallel zeigen OECD‑Daten, dass:
- Der Anteil der 25–34‑Jährigen mit tertiärer Qualifikation (also Studium oder vergleichbare höhere Ausbildung) in Deutschland bei etwa 40 % liegt (Stand 2024).
- Gleichzeitig ist der Anteil junger Erwachsener ohne weiterführende Qualifikation in den letzten Jahren leicht gestiegen. (OECD)
Diese Entwicklung hat Bedeutung für den Arbeitsmarkt und langfristige Chancen junger Menschen.
Zusammenfassung – Kernaussagen 2024
- 373 000 Studienberechtigungen wurden 2024 vergeben – leicht weniger als im Vorjahr. (Presseportal)
Die Gesamtzahl der Schulabgänger ist leicht gestiegen, vor allem bei denen ohne Hochschulreife. (Statistik der Bundesagentur für Arbeit) - Der Anteil der Jugendlichen, die ohne Schulabschluss die Schule verlassen, bleibt mit rund 7–8 % auf hohem Niveau. (DIE ZEIT)
- Große Teile der Bevölkerung verfügen über mindestens einen mittleren Schulabschluss, aber ein Anteil ohne weiterführende Bildung bleibt bestehen (ca. 15 % ohne mehr als niedrigste Sekundarstufe). (Trading Economics)
- Trotz positiver Trends bei tertiären Abschlüssen bleibt Bildungsungleichheit ein Thema. (OECD)
Fazit
Die Schulabschlussstatistik 2024 zeigt ein differenziertes Bild: Einerseits tritt eine stabile Zahl an Studienberechtigten hervor, andererseits steigt die Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss und der Anteil einfachster Bildungsabschlüsse im Erwachsenenalter bleibt vergleichsweise hoch. Diese Trends haben Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Lebenswege und bildungspolitische Herausforderungen in Deutschland.
Wenn du möchtest, kann ich dir dazu Grafiken oder eine Vergleichstabelle (z. B. Abitur vs. Hauptschulabschluss vs. ohne Abschluss) erstellen!