Burnout bei Studierenden – Fakten, Ursachen und Statistik

Burnout gilt längst nicht mehr nur als Phänomen der Arbeitswelt. Immer mehr Studien zeigen: Auch Studierende gehören zu einer besonders belasteten Bevölkerungsgruppe, die zunehmend unter Erschöpfung, Leistungsdruck und psychischer Überlastung leidet.


Wie häufig ist Burnout unter Studierenden?

Obwohl die exakten Zahlen je nach Studie und Land variieren, zeichnen frühere Erhebungen ein konsistentes Bild:

  • Zwischen 25 % und 35 % der Studierenden zeigen deutliche Burnout-Symptome (z. B. emotionale Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Zynismus).
  • In einigen Untersuchungen gaben sogar über 50 % an, sich „dauerhaft erschöpft“ oder „ausgebrannt“ zu fühlen.
  • Rund ein Drittel der Studierenden berichtet von psychischen Belastungen, die den Studienerfolg beeinflussen und zu Verlängerungen oder Studienabbrüchen führen können.

Burnout-Symptome treten besonders häufig in Prüfungsphasen und in Studiengängen mit hohem Leistungs- oder Konkurrenzdruck (z. B. Medizin, Lehramt, Psychologie, Ingenieurwissenschaften) auf.


Hauptursachen für Burnout im Studium

1. Hoher Leistungsdruck und Selbstanspruch

Viele Studierende fühlen sich ständig bewertet – durch Prüfungen, Noten, Bewerbungen und soziale Vergleiche.

2. Finanzielle Belastungen

Jobben neben dem Studium erhöht die Belastung beträchtlich. Rund die Hälfte der Studierenden arbeitet regelmäßig, oft auf Kosten von Schlaf und Erholungszeit.

3. Unklare Zukunftsperspektiven

Unsicherheiten im Arbeitsmarkt, Praktika, Notenanforderungen und Bewerbungsstress erzeugen zusätzlichen Druck.

4. Fehlende Erholung

Freizeit, Sport, soziale Kontakte und Ruhephasen kommen häufig zu kurz – ein klassischer Risikofaktor für mentale Erschöpfung.

5. Digitale Überlastung

Studium ist „always on“: Mails, Lernplattformen, ständige Erreichbarkeit – der Übergang zwischen Lernen und Freizeit verschwimmt.


Typische Burnout-Anzeichen bei Studierenden

  • Emotionale Erschöpfung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Motivationsverlust, z. B. Aufgaben vor sich herschieben
  • Schlafprobleme
  • Zynismus gegenüber dem Studium („Es ist mir alles egal“)
  • Sozialer Rückzug

Was hilft? Prävention & Unterstützung

  • Gute Zeit- und Selbstorganisation
  • Pausen und klare Grenzen zwischen Studium und Freizeit
  • Reguläre Bewegung und Schlaf
  • Nutzung von Beratungsstellen der Hochschulen
  • Gespräche mit Freund:innen, Familie oder professioneller Hilfe
  • Frühzeitige Reduktion von Überlastung (z. B. Kurs- oder Jobpensum anpassen)

Fazit

Burnout ist unter Studierenden deutlich weiter verbreitet, als viele denken. Die Zahlen zeigen, dass psychische Belastungen im Studium nicht die Ausnahme, sondern für viele Realität sind. Gerade deshalb sind offene Gespräche, wirksame Präventionsstrategien und niedrigschwellige Hilfsangebote so wichtig.

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